Schon wieder nicht Helgoland

Da ist er also wieder, der Überführungstörn. Der dritte Versuch, nach Helgoland zu fahren und wieder ist es nichts geworden. Im letzten Oktober bei der Überführung von Wendtorf nach Hamburg waren über 30kn Wind auf der Nordsee. Bei der Überführung zurück auf die Ostsee im Frühjahr war es auch zuviel Wind für die Hochseeinsel – und dieses Mal nun: Flaute. Dabei hat der Törn so gut angefangen.

Am Mittwochabend sind Jochen, Pierre, Marius und ich an Bord gegangen mit dem Ziel, die piano wieder ins Winterlager nach Hamburg zu bringen und dem Vorsatz, einen spaßigen Törn daraus zu machen. Bereits Donnerstag früh bei Sonnenaufgang wollten wir durch die Schleuse Kiel Holtenau in den Nord-Ostsee-Kanal, also hieß es: kurz schlafen und drei Uhr ablegen.

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Die „Mein Boot ist Dein Boot“-Sache

Seit letztem Jahr habe ich die piano bei bootschaft.net gelistet. Ich habe tatsächlich eine Weile überlegt und lange gebraucht bis ich innerlich soweit war, mein Boot einfach jemand anderem geben zu können. Aber ich möchte in diesem Beitrag darlegen, wie ich zu der Entscheidung gekommen bin und warum ich heute froh bin, sie getroffen zu haben.

Guckt man sich in den Häfen um, stellt man eines fest: die meisten Boote liegen immer da. Klar, es gibt einzelne Bootsbesitzer, die wirklich fast jedes Wochenende an Bord sind, aber mindestens die Hälfte der Boote wird gefühlt genau zweimal im Jahr bewegt: im April vom Kran zum Liegeplatz und im Oktober vom Liegeplatz zum Kran. Das ist natürlich etwas übertrieben, aber relativ nah dran an der Wahrheit.

Eigentum verpflichtet

Schon bevor wir das Boot gekauft haben stand eine Frage immer im Raum: Werden wir uns dadurch verpflichtet fühlen, immer nur noch Segelurlaub zu machen? Die unendliche Freiheit auf dem Wasser konkuriert immer mit der Verpflichtung des Eigentums. In den ersten beiden Jahren, 2010 und 2011 haben wir große Reisen unternommen. 6 Wochen Lübeck – Oslo, 3 Wochen Kopperby – Bornholm. Es war wunderbar. Zusätzlich war ich noch einige Wochenenden entweder einhand oder mit Kumpels unterwegs und hatte am Ende der Saison das Gefühl, mein Boot gut genutzt zu haben.

Anfang 2012 wurde unser Sohn Carl geboren und von da an war einiges anders. Nicht nur, dass die Anforderungen an einen Urlaub sich stark verändert haben, ich verbringe die Wochenenden jetzt auch nicht mehr so gern ohne Familie. Die Bilanz 2012 war dann: etwa 3 Wochenenden haben wir das Boot, ohne es zu bewegen, als Ferienhaus genutzt (auch wunderschön!) und eine gute Woche waren wir auf der Schlei unterwegs. Einmal noch Schleimünde. Und am Ende des Jahres habe ich tatsächlich noch zwei Wochenenden mit Freunden kurze Törns nach Aero gemacht. Insgesamt waren das vielleicht 200sm in 2012.

Egal, wie wenig man ein Boot bewegt, es fällt trotzdem immer Arbeit und Kosten an. Soviel Transparenz darf sein: Das Boot kostet mich mit Liegeplatz, Versicherungen und Reparaturen etwa 2000 bis 2500 EUR pro Jahr. Dazu kommen Spritkosten und natürlich viel Freizeit beim Basteln; wobei letzteres nicht deutlich zählt, da ich es als Teilaspekt des Hobbies ‚Segeln‘ betrachte und große Freude daran habe. Es sei angemerkt, dass ich fast alles selbst mache und selten jemanden mit Reparaturen oder Wartung beauftrage. Noch dazu spare ich, in dem ich das Boot im Winter immer im Freilager parke. Weiterlesen

…wenn keiner will dann…

Wenn keiner will, dann behalt ich sie halt noch! Ich habe zur Zeit nicht das Gefühl, dass die piano in nächster Zeit weg ist. Grund genug, sich mit dem nächsten Sommer zu beschäftigen.

Nachdem ich mich meinen Kumpels Marius und Alex im Oktober einen tollen Überführungstörn von Wendtorf nach Hamburg hatte (kurz Zusammenfassung: ab Wendtorf gegen 05:30, bei 25kt Wind aus WNW; bei konstant achterlichem Wind > 4Bft mit gesetztem Groß in 8,5h durch den NOK gerast; und anschließend noch bei ~18-20kt Wind gegenan gekreuzt, Ankunft Glückstadt um 20:00 Uhr am selben Tag) habe ich durchaus mit dem Gedanken gespielt, das Boot einen Sommer auf die Elbe zu legen. Pro: kurze Strecken von Hafen zu Hafen, Tide hilft, kurze Anfahrt, also alles Pro Familie und so.

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Zu verkaufen.

Die Einsicht fällt schwer, doch mit wachsender Familie verschieben sich die Prioritäten. Ich habe die piano in diesem Jahr eigentlich nur einmal aus dem Hafen gesteuert und dafür ist die ganze Arbeit, sind die ganzen Kosten, einfach zu viel. Ich hatte mir viel Mühe gegeben, das Boot kindgerecht zu gestalten, mit Rehlingsnetz, Kühlbox für die Milch…. Aber der große Traveller im Cockpit, der sehr steile, tiefe Niedergang; sie stellen zu große Hürden dar für ein Kleinkind, was sein frisch erlerntes Laufen unter Beweis stellen will. Ich möchte gar nicht sagen, dass Segeln an sich mit so einem Lütten nicht ginge, aber auf der piano ist es zur Zeit einfach nicht das Richtige.

Nach langem Überlegen tue ich nun also das einzig vernünftige und biete das Boot hiermit offiziell zum Verkauf an. Der Schritt tut mir weh, aber das Geld wird gut angelegt, um in 2 bis 3 Jahren ein geeigneteres Schiff zu erstehen, das verspreche ich mir selbst.

Der Preis: ich würde gern bei 18.700 € anfangen zu verhandeln.

Hier gibt es noch ein kleines Exposé

Ansonsten lässt sich hier im Blog sehr viel nachlesen.

Klettern vs. Segeln

Vor einiger Zeit habe ich angefangen zu Klettern. In der Halle, mit Gurt und Seil. Eine wichtige Voraussetzung habe ich schon mitgebracht, ich kann mit Knoten umgehen. Die Kommunikation ist zwar anfangs etwas schwer, denn der Palstek heißt bei Kletterern Bulin, der Webleinstek heißt Mastwurf, aber witzigerweise sind genau die beiden auch in diesem Sport die wichtigsten Knoten. Neben der reinen Sportkomponente ist Klettern auch technisch sehr interessant, mit all den Sicherungsgeräten und Karabinern und spricht mich vielleicht genau deswegen genauso an wie das Segeln.

Nun stelle ich in meinem persönlichen Umfeld einen wahren Kletterboom fest, Freunde, Arbeitskollegen, Familie – überall werden Kurse gemacht, Ausrüstung gekauft. Die neue Kletterhalle in Hamburg Wilhelmsburg ist voll von Menschen. Wer in der Kaffeepause im Büro vom Klettern erzählt, steckt andere an, nimmt sie mit.
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Eingewassert

Wer wissen will, wie perfekte Winterlagerorganisation geht, der muss Harald kennenlernen. Er ist der bisherige Hafenmeister des Yachthafens Kopperby und das, was man wohl als Macher bezeichnen würde. Er hat in den letzten 4 Jahren, in denen er zuständig war, das komplette Winterlager neu strukturiert und stets alles im Griff. Vor einigen Wochen stellte sich jedoch heraus, dass die bisherige Kranplattform in Kopperby nicht mehr zur Nutzung zulässig ist. Ein Riesenproblem. Denn das bedeutete, dass ein Autokran mit entsprechend langem Ausleger bestellt werden musste. Dieser stand nur zwei Tage zur Verfügung. Zwei Tage, an denen um die 70 Schiffe zu Wasser gelassen werden mussten. Jeder Eigner hat einen exakten Krantermin zugeteilt bekommen, Taktung: 10 Minuten. Das ist sportlich, denn es bedeutet 10 Minuten Zeit für: Gurte ums Schiff legen, kurz anheben, Balance sicherstellen, ggf. Antifouling auf die von den Stützen blockierten Stellen streichen, ins Wasser schwenken, Gurte ab, Wassereinbruch ausschließen, Motor starten, Kranplattform verlassen, nächstes Schiff bereit am Kranplatz. Schon Tage vorher hat Harald entsprechend der Kranreihenfolge Schiffs-Tetris gespielt und jedes einzelne Schiff per Gabelstapler so umsortiert, dass sie direkt in Kranreihenfolge auf dem Parkplatz standen. An jedem Schiff wurden per Kreide am Unterwasserschiff die Stellen gekennzeichnet, an denen die Gurte für optimale Balance liegen müssen.

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Winterarbeit an einem Tag

Lange ist hier nichts mehr passiert.

Tatsächlich haben wir letztes Jahr noch zwei tolle Wochenendtörns gemacht, jeweils nach Aero, einmal Marstal, einmal Söby. Fazit: Marstal gerne wieder, Söby muss nicht sein. Aber der Ritt dorthin war gut, bei 20 bis 25kn Hoch am Wind konnte die neue Genua mal zeigen was sie drauf hat. Wir waren begeistert.

Der lange Winter hat Arbeiten am Boot lange unmöglich gemacht. Wie immer stand piano im Freilager und ich hatte keine Lust bei Minusgraden oder Schnee oder Regen am Boot rumzubasteln. Da morgen der Krantermin ansteht musste ich letztes Wochenende aber dringend ran und siehe da – eitel Sonnenschein belohnt den fleißigen Winterarbeiter. An einem langen Samstag konnte ich einige Punkte von der nimmer-endenden Todo Liste streichen. Nach zweimaligem Antifouling-Anstrich widmete ich mich vor allem den klappernden Kabeln im Mast. Ich hatte direkt am Anfang mal ein Antennenkabel am Spifall hochgezogen, welches uns seitdem schon bei leichtem seitlichen Schwell mit einem nervtötenden Dong-Dong-Dong den Schlaf geraubt hat. Insbesondere Ankern macht so keinen Spaß. Um das Problem zu beheben musste ich den Mastfuß abmontieren. Das war zum Glück leichter als gedacht: 3 Nieten aufgebohrt und mit schwerem Hammer rund herum ordentlich draufgehaun: nach 5 Minuten war das Ding raus. Dann gabs gleich erstmal ein Aha-Erlebnis: Die Fallen waren schon immer erstaunlich schwergängig. Beim Blick in den Mast war auch klar warum: sie waren so oft mit einander vertörnt, dass sie über lange Strecken aneinander gerieben haben. Jetzt mit freiem Blick in den Mast konnte ich das Problem leicht beheben.

Anschließend habe ich das Antennenkabel mit einer Sorgleine rausgezogen und Klapperstopper installiert. Der erste Versuch waren Kabelbinder. Im Abstand von einem Meter werden jeweils drei Kabelbinder sternförmig angebracht und die Enden nicht abgeschnitten. Theoretisch sollte dadurch das Kabel stets in der Mitte des Mastes gehalten werden und kann unmöglich klappern. Praktisch habe ich es kaum fertig gebracht die Kabelbinder so festzuziehen, dass sie sich nicht mehr drehen können. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit aber groß, dass die sternförmige Anordnung mit der Zeit verloren geht und damit auch der Effekt der ganzen Sache. Ansonsten ist es aber eine Low-Cost-Lösung, die bestimmt effektiv ist, wenn man damit mehrere Kabel zusammen bindet, denn dann können die Kabelbinder sich nicht mehr drehen.

Stattdessen habe ich Schaumstoffrohrisolierung benutzt, ich hatte noch Reste. Seitlich aufgeschlitzt ließen sie sich einfach über das Kabel ziehen. Die Arbeit ging damit auch noch ziemlich viel schneller und einfacher als die Kabelbinder. Zu dieser Lösung gibt es nicht mehr viel zu sagen, wie gut sie funktioniert, melde ich morgen nach dem Maststellen.

Kleinigkeiten: Kompassbeleuchtung installiert für besseres Nachtsegeln, Lautsprecher umgehängt, sodass er den Kompass nicht mehr stört.

Weitere Kleinigkeit: piano kann man ab sofort über bootschaft.net mieten! Ab morgen ist sie im Wasser und wartet an ihrem neuen Liegeplatz in Wendtorf darauf, auch anderen interessierten Seglern Freude zu bereiten.

PS: Bilder gibt’s leider keine, dafür war zuviel zu tun!

Eine wunderbare Woche auf der Schlei

Ja wir wissen es. Eigentlich ist man von uns Strecke-machen gewöhnt. 1000 Meilen in 6 Wochen (Lübeck – Oslo – Lübeck) Oder 500 Meilen in 3 Wochen (Kappeln – Rügen – Bornholm – Karlskrona – Småland – Kappeln), das sind die Reisen, die wir mit piano bisher gemacht haben, denn eigentlich sind wir schlecht im dümpeln. Eigentlich haben wir gern ein klares Ziel, das wir mit großen Schritten ansteuern und erreichen. Eigentlich. Doch eigentlich ist es auf der Schlei auch gar nicht so schlecht. Und da wir ab diesem Jahr mit unserem neuen Crew- und Familienmitglied Carl unterwegs sind, war Strecke machen einfach gar keine gute Idee.

Stattdessen beschlossen wir, uns so wenig wie möglich vorzunehmen, um die maximale Entspannung genießen zu können und bloß nicht Gefahr zu laufen, in eine hektische Situation zu kommen. In einer solchen nämlich wäre ich quasi einhand unterwegs. Denn Nina würde sich fast immer um unseren erst gute drei Monate alten Sohn kümmern müssen.

Die „Planlosigkeit“ fing in diesem Jahr schon beim Zeitraum der Reise an. Ich hatte keinen Urlaub genommen, sondern einen ganzen Monat Elternzeit, Nina ist ohnehin zu Hause. Das hatte den Charm, dass wir den Wetterbericht in Ruhe beobachten konnten und erst die Sachen ins Auto packten, als ein paar Tage echtes Sommerwetter angesagt war. Das war also am Sonntag, den 22. Juli. Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück zum Boot fahren, alles einräumen und noch am gleichen Tag ablegen. Eigentlich hatte der Wetterbericht auch Westwind mit 3 Windstärken angesagt. Tatsächlich war vor Ort dann eher sowas wie 5 Windstärken. Dann legen wir halt noch nicht ab. Eigentlich auch egal.

Cafe in KappelnStatt dessen nutzen wir die piano zwei Tage lang einfach als schwimmendes Ferienhaus. Gar nicht übel zur Eingewöhnung und mit dem Auto vor Ort machten wir Tagesausflüge. Wir spazierten durch das gemütliche Maasholm, besichtigten das Megaprojekt Port Olpenitz und verbrachten einige Zeit in der Innenstadt von Kappeln.

Am Dienstag ließ der Wind endlich wie vorhergesagt nach und wir legten ab, Ziel: Missunde. Wir hatten keine Eile und nur 13sm vor uns, und ließen uns nicht davon stören, dass die knappen zwei Windstärken abwechselnd von vorn (kreuzen) und von achtern (Schmetterling) kamen. Selten stieg die Logge auf über 3 Knoten aber was solls! Gemein war nur, dass der beste Wind gerade einsetzte, als wir eine Dreiviertelstunde vor der Brücke Lindaunis warten mussten. Nach 5 gemütlichen Stunden hatten wir die 13 sm geschafft und legten im beschaulichen Missunde an. Ein hübsches Fleckchen Erde, auch wenn man sagen muss: da gibt es rein gar nix. Ein Campingplatz, Yachtliegeplätze, ein Restaurant und eine Fähre rüber in den „Ort“, in dem es viele Häuser und noch einen Campingplatz und sonst nichts gibt. Gar nichts.

Die Crew hat Freiwache und beobachtet das GeschehenDeswegen hat uns hier auch nichts gehalten und am Mittwoch ging es mit fast noch weniger Wind die 6 Meilen rüber nach Schleswig. Wir legten uns in den Stadthafen und waren begeistert. Ein wirklich wunderschöner, moderner und dabei nicht teurer Hafen mit superfreundlichem Personal. Toll! Wäre hier keine Sackgasse, wir würden öfter kommen. Aber auch darüberhinaus lohnt sich der Besuch in Schleswig, denn die Stadt ist wirklich schön und sehr lebendig.

perfekter LiegeplatzCarl hat die Segelei übrigens gut gefallen: die meiste Zeit hat er in seinem Kinderwagenoberteil zwischen den Bänken der Plicht gelegen, dort war er sicher vor Wind und Sonne. Auf einem Boot gibt es praktischerweise viele Möglichkeiten, Spielzeuge an irgendwelche Leinen zu befestigen (so fliegen sie nicht ständig weg) – interessanterweise waren die Leinen selbst dann aber das interessanteste Spielzeug. Und Wickeln auf dem Salontisch ist auch das größte 🙂

Donnerstag bekamen wir Besuch von den Großeltern aus Hamburg und genossen gemeinsam den Windarmen und Sonnenreichen Tag. Wir fuhren eine gute Meile aus dem Hafen raus, warfen den Anker und benutzen die piano als Badesteg.

Am Freitag traten wir den Rückweg an. Wir segelten bis zur Missunder Enge und motorten den Rest der Strecke, da entgegen jeder Vorhersage der Wind nicht aus Südost sondern aus Nordost kam und kreuzen im engen Schleifahrwasser zwar möglich ist, mit dem Baby an Bord aber sehr anstrengend geworden wäre. Kurz spielten wir mit dem Gedanken, nicht nach Kopperby, sondern bis Schleimünde zu fahren und von dort aus weiter in die dänische Südsee. Leider waren aber fürs Wochenende starker Regen und Gewitter angesagt und wir wollten uns die Tiefenentspannung und den Urlaubsgenuss nicht verderben. Darum hörten wir vernünftiger Weise auf, als es am schönsten war und fuhren mit wundervollen Erinnerungen an den ersten Segelurlaub zu dritt wieder nach Hause.

Schwesterschiff zum Verkauf

Es wird etwa 2008 gewesen sein, als ich mit der Etap 21i Oddny vom ASV Zwischenstopp in Glückstadt gemacht habe und – wie so oft – über die Stege gegangen bin und Boote angeguckt habe. Hinten in der Ecke lag ein Boot, was mich schwer beeindruckt hat. Augenscheinlich nicht sehr groß, und dennoch sah es nach einer richtigen Yacht aus. Das Teakdeck lud ein, an Deck zu liegen, die vielen Winschen zeugten davon, dass das Schiff zum richtigen Segeln gebaut ist. „So ein Schiff könnte es mal sein“, dachte ich mir und schrieb mir den Schiffstyp, der zum Glück seitlich am Aufbau stand, auf: Colvic UFO 27.

Immer mal wieder bin ich in der darauffolgenden Zeit ins Stöbern geraten und habe die drei Worte bei Google eingegeben, bis schließlich das Angebot für die piano in den Suchergebnissen auftauchte. Wenige Wochen später hatte ich die piano gekauft und wer hier fleißig mitliest, weiß, wieviele schöne Wochen und Wochenenden wir schon auf diesem Boot verbracht haben.

Der Stein des Anstoßes, die Seewauwi aus Glückstadt, steht nun zum Verkauf. Mit piano ist das Schiff dennoch schwer zu vergleichen: sie wurde vor einigen Jahren komplett entkernt und neu ausgebaut, hat einen neuen Kiel, ein neues Ruder, ein besseres Rigg. Wer auf der Suche nach einer wirklich schönen, perfekt gepflegten, schnellen aber nicht so großen Fahrtenyacht ist, der kann sich en Detail auf der folgenden Webseite informieren: http://colvicufo27.jimdo.com/

Achso und wer Reiseberichte von der piano vermisst – bisher ist wirklich noch nicht viel passiert!! Wir warten zur Zeit auf gutes Wetter. Im Moment sieht es ganz gut aus, dass wir ab Sonntag die Schlei unsicher machen.

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