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Zurück im Wasser

Am Sonntag, den 01. April ist die piano endlich wieder in ihr Element gekommen. Trotz des starken Windes hat alles hervorragend geklappt, nach 1,5 Minuten Anlasserdrehen ist dann auch der Motor ohne weiteres angesprungen. Danke nochmal an Nico für die Hilfe beim Verholen in die Box! Meine größte Sorge hat sich nun auch wieder erledigt: Der Motor erreicht wieder volle Schubkraft. Tatsächlich war scheinbar nur der Pockenbewuchs Schuld daran, dass ich statt sonst 5.6kn nur noch 3kn geschafft habe.

Nach einigem Klarieren, Rigg neu einstellen und Putzen hat sich Susanne, die eigentlich gerade beim Antifouling Streichen ihres eigenen Schiffes war, gewagt, mit mir einen kurzen Schlag zu machen. Es war ganz ordentlicher Wind – ich bin schlecht im Schätzen, aber Windstärke 6 war es mindestens. So reichte die kleine Genua um uns einen schönen halbstündigen Spaß zu bescheren, einmal an Arnis vorbei und zurück. Das Anlegemanöver war ein bisschen abenteuerlich, denn bei dem Wind ist das nicht immer so einfach. Aber dank der erfahrenen Seefrau Susanne haben wir auch das in den Griff bekommen.

Zum Vergnügen hier eine kleine Videozusammenfassung:

Geschrieben von Peter am 5. April 2012 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Peter

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Klar zum Einwassern!

Der letzte Tag der Winterarbeit bot uns wahres Kaiserwetter. Zwar bescherte uns bei Ankunft in Kopperby gegen 10.00 Uhr noch Hochnebel frische Temperaturen um 6°C, aber schon eine Stunde später hatten wir uns aller Pullover und Jacken entledigt und dsc_0417 schwitzten in schönstem Sonnenschein. Schwiegerpapa Jan kümmert sich nochmals um den Rumpf, der wohl noch nie mehr Liebe bei der Politur und dem anschließenden Wachsgang erfahren hat (Zahnarzt eben :) ). Der rote Streifen am Heck, vormals ziemlich ausgeblichen, erstrahlt jetzt tatsächlich wieder im gleichen Farbton wie der an den Seiten.

Ich widmete mich – mal wieder – dem Vorschiff. Schon zu Hause hatte ich die Armaflexplatten zugeschnitten und auf der Terrasse mit einem Abfallstück einen kleinen Klebtest durchgeführt. Wow, die selbstklebende Rückseite hält stärker am Untergrund, als das Material in sich. Das ist super für die Haltbarkeit der Verklebung, machte mich aber auch einigermaßen nervös, da es bedeutete, dass ich nur einen einzigen Versuch hatte und nicht mehr nachträglich korrigieren kann.

Komplett ausgekleidet mit Armaflex Trotz aller Befürchtungen war die Verklebung aber vollkommen problemlos. Das Material ist etwas elastisch, wodurch man es perfekt in alle Ecken ziehen kann (bevor man es aufklebt natürlich). Und nachdem alle Wände und die Decke damit beklebt waren, war es schon wieder etwas gemütlicher und weniger Baustelle im Vorschiff – wenn auch die schwarze Farbe eine recht düstere Atmosphäre verursacht hat.

Nächster Schritt: das Wandtextil. Auch hier war ich im Vorhinein etwas nervös, denn ich machte mir viele Gedanken, wie ich es schaffen würde, die weiße Oberfläche nicht mit dem Kleber in Berührung kommen zu lassen. Ich hatte noch die Schweinerei in Erinnerung, die der dsc_0420 Styroporkleber verursacht hatte. Aber auch das war alles kein Problem. Der Dispersionskleber wurde mit der Rolle dünn auf das Armaflex aufgetragen und durfte dann 40 Minuten ablüften. Anschließend habe ich das erste Stück Stoff aufgeklebt – vorsichtshalber das kleinste. Und, was soll ich sagen, das ging absolut problemlos, blasenfrei, plan und fest. Mit dem Cutter Messer konnte ich ohne weiteres die überstehenden Kanten abschneiden und so eine nahezu perfekte Passform erreichen.

In der Ablüftzeit widmete ich mich anderen, kleineren Aufgaben: ich habe einen Teil der Bilge neu gestrichen, der kaum noch sauber zu halten war, den Salon geputzt, sodass die Polster jetzt wieder rein können und reichlich Schnack gehalten mit Nico und Birte, die auch wieder an ihrem Unterwasserschiff zu Gange waren.

Um 19.00 Uhr dann: fertig. Naja, fast, da das Cuttermesser zum Ende stumpf war, konnte ich nicht mehr alle Überstände abschneiden. Aber das macht nix.Alles klebt, sieht super aus und ich freu mich schon darauf, bald testen zu können, wie gut das Klima im Vorschiff jetzt ist.

Eine interessante Entdeckung von Nico und Birte von der TamTam ist aber noch erwähnenswert: Unsere Salinge sind falschrum! Mir ist es nie aufgefallen, aber tatsächlich, wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass die Backbord- und Steuerbordsaling vertauscht sind. Zwar sind sie nicht stark gepfeilt, dennoch werden die Oberwanten dadurch leicht nach vorn, statt nach achtern gedrückt. Ungünstig, dass der Mast steht, aber ich denke es ist nicht unmöglich, sie dennoch zu tauschen. Das wird noch eine interessante Aufgabe nach dem Kranen! Und vielleicht, ja vielleicht wird aus der piano ja dann auch die “Kreuzmaschine”, als die die UFO 27 eigentlich berüchtigt ist..

Korrektur: scheinbar ist das normal.. zumindest habe ich einige Fotos von Schwesterschiffen gesehen, bei denen die Salinge genauso “falschrum” montiert sind.

Das wars wieder mit dem Winter. Kommenden Sonntag geht’s endlich wieder ins Wasser. Vorher muss ich nur noch den Propeller wieder montieren, aber das sollte ruckzuck gehen.

Juhu! Alles erledigt! Danke nochmal an alle fleißigen Helfer der letzten Wochenenden, ohne euch hätte das nicht geklappt.

Geschrieben von Peter am 25. März 2012 | Abgelegt unter Winterarbeit | Kommentare deaktiviert

Viel zu tun im Winter

Der Winter 2011/2012 war wieder voller Arbeit am Boot, deutlich mehr, als ich eigentlich geplant hatte, und leider ist auch längst noch nicht alles abgeschlossen.

Nachdem ich die Sperrholzverkleidung im Vorschiff kurzerhand komplett rausgerissen hatte, weil sie von hinten vergammelt war, musste eine neue Lösung gefunden werden. Zugunsten des Klimas im Vorschiff habe ich mich entschieden, eine textile Wandverkleidung einzukleben. Die ist von der Oberfläche her atmungsaktiv und soll verhindern, dass – wie bisher – nach jeder Nacht, in der wir die Luke dsc_0139 geschlossen halten mussten, unsere Schlafkammer einer Tropfsteinhöhle gleicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Peter am 19. März 2012 | Abgelegt unter Winterarbeit | 2 Kommentare

ungeplanter Ausflug an die Schlei

Nun hat es sich doch wirklich mal ausgezahlt, dass ich die Adresse dieser Seite unter dem Bootsnamen am Rumpf kleben hab. Wie sonst hätte mich Stefan, ein Stegnachbar, dsc_0597 dessen Bekanntschaft ich bisher nicht gemacht hatte, gestern so schnell erreichen können, um mir mitzuteilen, dass meine Winterplane die letzten Stürme nicht überstanden hat. An dieser Stelle nochmal tausend Dank – wenn ich den Samstag auch wahrlich schöner hätte verbringen können. Denn allein der Weg an die Schlei war heute ziemlich beschwerlich. Aber was muss das muss, also musste es. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Peter am 11. Dezember 2011 | Abgelegt unter Winterarbeit | Kommentare deaktiviert

Rasender Saisonabschluss

Wie schnell vergeht die Zeit? Gerade noch habe ich das Boot von Harburg zu den Landungsbrücken überführt, mich darüber gefreut, wie effektiv der neue Propeller wirkt und herausgefunden, wie man die piano auch hoch am Wind schnell segelt – und schon steht sie wieder an Land.

dsc_0007-1 Zum Glück hielt der Oktober noch ein paar schöne Tage für uns bereit. Zusammen mit Marius und Tobi beschloss ich, uns noch ein letztes Mal für dieses Jahr ordentlich den Wind um die Nase pusten zu lassen. Die Wettervorhersage war grandios: Freitag, bei leicht bedecktem Himmel, 5 bft in Böen etwas mehr aus Südwest. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Peter am 25. Oktober 2011 | Abgelegt unter Allgemein,Törns | Kommentare deaktiviert

Und… zurück!

Tja, nun kommt schon der letzte Artikel über unsere Sommerreise, ich sitze wieder an meinem Schreibtisch in Hamburg, sehe draußen die Böen durch die Bäume schießen und muss dabei nicht mehr das leichte Wackeln des Bootes ausgleichen. Im Gegenteil, heute morgen beim Aufwachen mussten wir uns erstmal daran gewöhnen, dass nichts mehr schwankte. Aber wir konnten ausschlafen und das war herrlich, denn an Bord klappt das nicht immer. Es gibt immer wieder kleine Störquellen, die den Schlaf unterbrechen, sei es das Klappern einer Leine am Mast, das hin und herrollen von irgendeiner Flasche oder Dose auf dem Boden, die Stegnachbarn, die schon um 5 Uhr ihren morgentlichen Schnack halten oder der Besitzer des fetten Motorboots, der in 20m Entfernung früh um sieben auf einen freien Tankstellenplatz wartet und sein Boot doch tatsächlich mit einer Dauerbetätigung des Bugstrahlruders auf Position hält. Aber in Smygehamn haben wir eine neue, uns bisher unbekannte Geräuschquelle erfahren. Plötzlich lagen wir beide wach, denn es klang ganz eindeutig so, als würde jemand einen Rollkoffer über unser Deck ziehen. Einen Rollkoffer! Auf einem Boot! Na so ein Quatsch, das stimmte natürlich nicht. Und mein Kontrollgang an Deck brachte zunächst den Störenfried auch nicht zu Tage. Erst ein Blick ins Wasser klärte auf. Riesenstürme von Blasen blubberten aus dem Grund an die Wasseroberfläche, und zwar mit einer Geschwindigkeit, dass ihr Trommeln am Rumpf eben dieses Geräusch verursachte. Der Grund für die Bläschen sind Faulgase, die aus dem Boden aufsteigen. Und ja, genauso eklig wie dieses Wort klingt, riecht es danach dann auch.

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Geschrieben von Peter am 29. Juli 2011 | Abgelegt unter Südliche Ostsee,Törns | Ein Kommentar

Otto ist ein Arschloch

Wie geplant ging es am Freitag von Hanö aus wieder deutlich Richtung Süden. Wir entschieden uns für Simrishamn, ein größerer Hafen an der Ostküste der Schwedischen Region Schonen.

Die Wetteraussichten sahen von dort aus nicht besonders gut aus: das Sturmtief “Otto”, das in Deutschland Freitag schon im Anmarsch war, wanderte langsam Richtung Osten. Für den Nachmittag prophezeite uns die Wettervorhersage bis zu Windstärke 8. Der Vormittag sollte aber noch relativ ruhig werden.

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Geschrieben von Peter am 25. Juli 2011 | Abgelegt unter Südliche Ostsee,Törns | 3 Kommentare

Ein paar Schärentage

Das tat gut! In Karlskrona wurde ordentlich eingekauft, Wasser aufgefüllt, das Boot gewaschen und wir geduscht, die klammen Bettpolster und Bettwäsche in der Sonne getrocknet. Dann noch ein kleines Eis auf dem Marktplatz von Karlskrona und weiter ging die Fahrt, um die Nacht an einer der schönen Schären und ohne Hafengebühr zu verbringen. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Nina am 21. Juli 2011 | Abgelegt unter Südliche Ostsee,Törns | Kommentare deaktiviert

Wetterpech und Wetterglück

Nach einigen Tagen ohne Internet kommen wir jetzt in Schweden endlich wieder online. Wir haben eine schwedische SIM-Karte, die Marius im letzten Jahr gekauft hat und zum Glück funktioniert sie noch. Zwar nicht – wie geplant – in meinem neuen Palm Pixi, denn der hat schon nach wenigen Tagen seinen Geist aufgegeben – Akku tot. Aber zum Glück ist Ninas altes handy in der Lage, über Bluetooth als Modem zu fungieren.

Aber der Reihe nach. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Peter am 19. Juli 2011 | Abgelegt unter Südliche Ostsee,Törns | 2 Kommentare

Meilenfresser

Montag war Landgang auf Hiddensee angesagt. Wir mieteten uns ein Tandem und erkundeten die langgezogene kleine Insel westlich von Rügen. Viel gab es gar nicht zu sehen – ein kleiner Leuchtturm im Norden, drei kleine Ortschaften, unmengen Pferdekutschen und Radfahrer, ein Zeltkino, das mangels Zelt ins Gebäude der freiwilligen Feuerwehr umgezogen ist… Alles sehr beschaulich, aber wunderschön. Den Tag krönten nochmal zwei Stunden am Strand und anschließend hieß es: früh ins Bett! Denn die Etappe nach Bornholm, die wir für den nächsten Tag geplant hatten, war lang – ganze 67 Seemeilen. Um nicht allzuspät anzukommen und vor allem den über den Tag abnehmenden Wind möglichst effektiv zu nutzen, setzten wir den Startzeitpunkt auf 5 Uhr morgens.  dsc_0052 Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von Peter am 14. Juli 2011 | Abgelegt unter Südliche Ostsee | Ein Kommentar

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