Staub!
Bei -10°C ist es schon echt hart zum Boot zu fahren. Tobi und ich haben es aber trotzdem gemacht. Zuerst sind wir bei der Marina am Stau vorbeigefahren, um mal einen Eindruck zu bekommen. Eindruck: super! Zwar hat man aufgrund der dicken Schneedecke nicht gesehen, wie “sauber” das Gelände wirklich ist, aber ich denke ich kann da mit gutem Gewissen den Liegeplatz anmelden. Die Schranke mit Chipkartenleser vermittelt Sicherheit, das Sanitärgebäude sah auf den ersten Blick sauber aus und die Preise stimmen auch – also, warum nicht?
Im Boot haben wir dann unmengen Dreck gemacht. Aus irgendeinem Grund sind ja die Bodenbretter teilweise mit GFK überlaminiert worden. Aber nicht etwa so, dass das irgendeine Stabilität gegeben hätte, sondern einfach hässlich. Die Voreigner hatten einen Teppich auf dem Boden, dadurch war das ganz egal. Aber ich finde nicht, dass ein Teppich ins Boot gehört, und eigentlich sind die Bretter ja ganz schön.
Die Hauptschwierigkeit beim Rausnehmen der Bretter waren die uralten Schrauben, die kaum noch zu lösen waren. Am GFK hat das Holz aber kaum gehalten. Danach standen also nur noch die relativ dicken GFK Wülste über. Hier kam zum ersten Mal der Trennschleifer zum Einsatz. Man war das ein Dreck! Der ganze Salon hatte danach eine schöne weiße Schicht Glasfaserstaub. Hätten wir vorher drüber nachgedacht, hätten wir besser einen Mundschutz mitgenommen. Haben wir aber nicht. Aber wir leben noch.

Viel mehr haben wir gar nicht geschafft. Nachdem ich die Pinne inzwischen fertig habe, habe ich jetzt die Schranktüren mit nach Hause genommen, um die dort zu lackieren. Es geht voran!