Die Hälfte der Lackieraktion kann jetzt als abgeschlossen betrachtet werden! Alles was ich mit nach Hause nehmen konnte ist inzwischen lackiert. Zuerst eine Schicht ‘Köhlbrandbrücke’ Grundierung und dann zwei Schichten ‘Helgoland’ Bootslack haben ein zufriedenstellendes Endergebnis erbracht. Die Farben von A.C. Ruegg in Hamburg waren – zumindest in der Verarbeitung – wirklich gut. Ihre Haltbarkeit über die Zeit und die Seewasserbeständigkeit muss sich schließlich erst zeigen. Aber im Kontrast mit den unlackierten Teak-Kanten sieht die Hochglänzende Oberfläche gut aus.
Die Schalttafel ist damit auch fertig bestückt – sobald ich meinen Lötzinn Vorrat aufgestockt habe kann ich hier auch die Rückverdrahtung vornehmen.
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Während die Lackieraktion so ihre Zeit kostet, weil der Lack vor jeder neuen Schicht 24h trocknen muss, habe ich mir andere Aufgaben gesucht. Dringend sanierungsbedürftig erschienen mir die Messingbeschläge der Schranktüren. Nach 30 Jahren sind die ziemlich dunkel angelaufen. Messing besteht aus Zink und Kupfer und mit der Zeit ergibt sich ein Mix aus ‘Entzinkung’ und der typisch grünlichen Oxidation von Kupfer. Dies betrifft aber wie bei den meisten Alterungsprozessen nur die obere Materialschicht und ist dementsprechend behebbar.
Die Recherche im Internet ergab ein recht einfaches Hausmittel. Der Trick ist eine Mischung aus Salz, Essig und Mehl. Mit dieser Politur und der rauhen Seite eines Küchenschwammes lässt sich die ursprüngliche Messingfarbe sehr einfach wiederherstellen.
Zu sehen in folgendem Bild: rechts alt. links neu. gut oder?
Heute haben Marius und ich endlich den Lichteinbau abgeschlossen. Mit Lochkreissäge, Raspel und Feile haben wir echte Einbauleuchten gebastelt.
Die Leuchtmittel: LEDs! Zwar sind die Anschaffungskosten für diese Lampen nicht gerade günstig, aber die geringe Stromaufnahme und die Lebensdauer haben mich dennoch überzeugt. Die gesamte Salonbeleuchtung zieht jetzt gerade mal 5W elektrische Leistung. Die üblichen 12V Halogenleuchtmittel würden bei gleicher Helligkeit über 60W benötigen.
Damit spare ich mir den Kauf einer größeren Batterie. Die geringe Wärmeentwicklung gestattet außerdem den Einbau in sehr engen Räumen. Für Halogenlampen muss man immer eine gewisse Belüftung ermöglichen – damit wäre die Versenkung in der Deckenverkleidung unmöglich geworden.
Die nicht ganz optimale Lichtfarbe kaschiere ich noch mit speziellen Plexiglasblenden. Und ansonsten steht nur noch Lackieren an! Alle losen Teile liegen jetzt zu Hause und werden dort in Ruhe bearbeitet. Die festen Schots werden wir in ein paar Wochen dann direkt am Boot bearbeiten. Den ganzen Beitrag lesen »