ungeplanter Ausflug an die Schlei
Nun hat es sich doch wirklich mal ausgezahlt, dass ich die Adresse dieser Seite unter dem Bootsnamen am Rumpf kleben hab. Wie sonst hätte mich Stefan, ein Stegnachbar,
dessen Bekanntschaft ich bisher nicht gemacht hatte, gestern so schnell erreichen können, um mir mitzuteilen, dass meine Winterplane die letzten Stürme nicht überstanden hat. An dieser Stelle nochmal tausend Dank – wenn ich den Samstag auch wahrlich schöner hätte verbringen können. Denn allein der Weg an die Schlei war heute ziemlich beschwerlich. Aber was muss das muss, also musste es.
Doch – wer kann es glauben – in Kopperby begrüßte mich schönster Sonnenschein. Die Plane hatte es aber tatsächlich ganz schön zerfetzt, das war kein schönes Bild. Kurzentschlossen will ich das Schrottding abbinden und wieder Ordnung an Deck schaffen, doch da hatte ich die Rechnung ohne das Wetter gemacht.
Innerhalb von Minuten zog eine tiefschwarze Wand auf, die Starkwind und Schneeregen mit sich brachte. Ich wetterte die Wand im Boot ab, schließlich gibt es auch drinnen genug zu tun. Jetzt sind endlich die Lautsprecherkabel, die bisher recht lose in der Hundekoje hingen, sauber verlegt. Und ich habe begonnen, die Vorschiffsverkleidung komplett abzunehmen. Hinter den Sperrholzplatten bildet sich immer viel Feuchtigkeit und die Hälfte der Verkleidung kann ich direkt wegschmeißen, weil sie vollkommen vergammelt ist. Kein Wunder, dass das Raumklima da vorne nicht das schönste ist. Bisher stand das zwar nicht auf der Liste, aber da muss wohl was neues hin.
Das Wetter schlug noch circa 5 Mal zwischen tiefschwarz und strahlend blau um. Naja, meine Kamera freute es. Und einen Vorteil des kleinen Bootes hat sich heute wieder gezeigt: Mit nur einer Flamme des Petroleumkochers ist die Kajüte innerhalb von Minuten auf 20 Grad aufgewärmt.
Hoffentlich ist jetzt alles fest.

